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Mitarbeiter- Forum Hünfeld 12.1.-15.1.2012

29.01.12

Viele von ihnen waren schon oft zu diesem Mitarbeiterforum angereist, Andere kamen genau wie ich zum ersten, zweiten oder dritten Mal. Der Anteil derjenigen, die in den letzten Jahren neu dazu gestoßen waren, ist offenbar deutlich größer geworden. Und auch die Altersstruktur der Mitarbeiter hat sich von 60 Jahren abwärts durchaus verjüngt. Dies wurde in der Abendrunde am Donnerstag gut sichtbar, als Sepp Vilsmeier uns aufforderte uns zunächst nach unserem Alter und dann nach Jahren der Mitarbeit im Cursillo aufzustellen. Es sah so aus, als ob in den Jahren ab 2002   ein deutlicher Zuwachs an Mitarbeitern stattgefunden hat. Es hat mich gefreut, dass dies durchaus als ein positives Zeichen für die zukünftige Arbeit des Cursillos wahrgenommen wurde.
Beim Abendlob wurde uns auf eine interessante Art die unbeschreibliche Größe des Weltalls, der Schöpfung und damit natürlich auch die Größe Gottes entgegengebracht. Es hat uns gleichsam zu Beginn unserer Tage in Hünfeld den Blick geweitet über die Grenzen unseres persönlichen Lebens
und über die Arbeit im Cursillo hinweg auf die ganze Schöpfung.

Das Koordinationsteam hatte unter dem Arbeitstitel “ Cursillo live“ -Treibstoff für den nächsten Kurs,1.Tag-  ein Programm zusammengestellt.

Der Freitag begann jedoch zunächst mit 2 Impulsen von Frances Ruppert und Wolfgang  Schneller.
Frances sprach zu uns über die Spiritualität im Cursillo.
Dann gab uns Wolfgang Schneller eine Zusammenfassung über die Ziele des  Cursillos.
Es war sehr beeindruckend von diesen beiden erfahrenen, langjährigen Cursillo- Mitarbeitern ihre Gedanken über diese  grundsätzlichen Themen zu hören. Und ich bin Beiden dankbar für die Verschriftlichung ihrer Impulse, Frances in der Form eines Referates von Maria-Dolores Negrillo zum Thema der Spiritualität im Cursillo und Wolfgang für sein Manuskript.
Ich habe schon darin gelesen!!

Im weiteren Verlauf des Tages begannen wir mit der Arbeit am Thema  des Wochenendes .
Es war geplant die Gespräche des ersten Tages des Cursillos in Bezug auf Inhalt und Methodik genauer anzuschauen.
Dazu waren einerseits aus einzelnen MAR vorbereite Gespräche in unterschiedlicher Darstellungsform mitgebracht worden. Andererseits sollte in Arbeitsgruppen vor Ort versucht werden, die wichtigsten Inhalte der einzelnen Gespräche zu erarbeiten. Auch über die Methodik diese Inhalte den Menschen nahe zu bringen, wurde sich Gedanken gemacht. Was gibt es außer der bekannten Form des „Gesprächs“ noch für Möglichkeiten, die Inhalte zu transportieren und damit den Cursillo lebendiger und zeitgemäßer erscheinen zulassen?

Unter dem Block „Wer bin ich?“  wurden zunächst die Gespräche 'Erkenne Dich selbst' und 'Ideal' bearbeitet. Die thematische Arbeit gestaltete sich zunächst etwas schwierig. Es war noch unklar wie genau an die Themen herangegangen werden sollte. Es entstand Zeitdruck, und es breitete sich Unzufriedenheit aus, ob wir so wirklich an die Tiefe der Gespräche herankommen könnten. Und dann geschah etwas sehr Gutes. Die Unzufriedenheit wurde geäußert, wir haben zusammen überlegt, wie wir weiter gehen könnten, und der Hebel wurde umgelegt. Es war nun möglich, in Ruhe an den Gesprächen zu arbeiten. Dieser Umgang miteinander war für mich sehr beeindruckend. Es wurden  während der Tage die Gespräche 'Erkenne dich selbst', 'Ideal', 'Gnade/Glaube', 'Christ in der Kirche' erarbeitet.
Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen haben wir im Plenum zusammengetragen. Sie wurden schriftlich festgehalten, damit sie weitergegeben werden können – auch an diejenigen, die dieses Mal nicht oder noch nicht dabei sein konnten.

 Einige Darstellungen der Gespräche möchte ich aber genauer benennen. So haben die Münchener das Ideal 'Suche nach Sinn' genannt und die Teilnehmer aktiv in die Erarbeitung des Gespräches einbezogen. Christ in der Kirche war auch als Aktion dargestellt. Die Teilnehmer haben versucht aus Ziegelsteinen eine Kirche zu bauen. Sie mussten mehrere Anläufe nehmen, bis es gelang und so deutlich wurde, was Kirche ist. Aber sie konnten erfahren „Wir sind Kirche“. Für die Veranschaulichung der Gnade wurde eine Lotusblüte aus Papier gefaltet, die sich - in eine Schale Wasser gelegt - entfaltet, zum „Blühen“ kommt.
In München hat man versucht die Gespräche 'Gnade' und 'Glaube' zusammenzufügen. Dadurch entstand mehr Zeit, die für einen Impuls zum Umgang mit dem Wort genutzt wurde. Diesen hat uns Pater Bernhard gehalten. Wir haben gemerkt, wie wichtig der Umgang mit dem Wort Gottes, mit der Schrift ist. Es entstand spontan der Gedanke dieses Thema, den Umgang mit dem Wort, auf der CAD- Vollversammlung in Aachen aufzugreifen.
Diese Kreativität, die nach meinem Eindruck auch aus einer großen Motivation für den Cursillo resultiert, hat mir sehr gut gefallen. Sie wurde ebenfalls deutlich, als von den unterschiedlichen Versuchen andere Formen für den Cursillo zu entwickeln berichtet wurde. Sei es der cursillo-kompakt, der Wander-Cursillo oder die live-Kurse - alle zeugen von der Bereitschaft, Ideen zu entwickeln, sich einzubringen.
Und das dies erforderlich ist, der Einsatz jedes einzeln Mitarbeiters, wurde uns vom Koordinationsteam deutlich ans Herz gelegt. Mit der Bitte wenigsten die Mails zu lesen und dann auch – bitte - falls erforderlich, Rückmeldung zu geben, haben sie unsere Mitarbeit eingefordert – und das finde ich gut so!  Man hat deutlich das Bemühen des Koordinationsteams gespürt, uns in Gang und voranzubringen. Aber sie haben uns auch darauf verwiesen, dass jeder einzelne Verantwortung trägt. Was für eine Chance für uns -  die Möglichkeit aktiv mitzugestalten!


In unserer Mitarbeiterrunde wird gerne von dem Geist von Hünfeld gesprochen, als eine belebende Kraft, die uns weiterbringt und neu motiviert in unserer Arbeit.  Dieser Geist war auch dieses Jahr zu spüren. Er war da in dem Miteinander, in den Ideen, im Austausch. Dieser Geist wurde lebendig in den Morgen- und Abendgebeten, in den Eucharistiefeiern und in der langen Nacht der eucharistischen Anbetung, aber auch in den vielen Gesprächen, die zwischendurch stattfanden! Ich habe mich gefreut über die unterschiedliche Gestaltung der Gebete, über die unterschiedlichen Charismen unserer Priester- und den neu Hinzugekommenen, über die vielen Lieder.........Es war bereichernd auf die vielen unterschiedlichen Menschen zutreffen, die sich alle für den Cursillo engagieren und aus demselben Geist leben! Und ich habe mich gefreut , dass ich nicht alleine aus unserer Mitarbeiterrunde da war, sondern, dass außer mir 7 weitere Mitarbeiter aus Hildesheim dort waren.  
So können wir den Geist von Hünfeld in unserer MAR leichter lebendig halten!

Ursula Vetter, Diözese Hildesheim

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